1 Lothar Bossle (Hrsg.), Nationalsozialismus und Widerstand in Schlesien, Sigmaringen, 1989; Ernst Hannig, Die Bekennende Kirche in Schlesien 1933 - 1945, Göttingen, 1977; Karl Heinz Roth ... (Hrsg.), Rote Kapellen - Kreisauer Kreise - Schwarze Kapellen, Hamburg, 2004; Michaela Ellmann, Hans Lukaschek im Kreisauer Kreis : verfassungsrechtliche und verfassungspolitische Beiträge zu den Plänen des Kreisauer Kreises für einen Neuaufbau Deutschlands, Paderborn, 2000; Joachim Köhler (Hrsg.), Vor dem Sondergericht - Eine Dokumentation zum Kirchenkampf in Schlesien, Hildesheim, 1983; Bernd Stöver, Berichte über die Lage in Deutschland, Bonn, 1996; Arbeitskreis Ehemals schlesischer Sozialdemokraten (Hrsg.), Der Widerstand gegen das Nazi-Regime in Schlesien von 1932 bis 1945 durch SPD und andere Gruppen, Bonn, 1987;

2 Das oberschlesische Industrierevier, ein Zentrum des Steinkohlenbergbau und der Eisen- wie auch Nichteisenmetallurgie entwickelte sich zu einer der Waffenschmieden des deutschen Kaiserreiches im I. Weltkrieg. Hier lebte eine polnische Bevölkerungsgruppe, fast 70 % der Einwohner, die von Leitungspositionen in Staat und Wirtschaft ausgeschlossen war. Nach dem I. Weltkrieg wurde Oberschlesien Bestandteil der Verhandlungen der Waffenstillstandskommission. Deutschland wie auch der neuentstandene Polnische Staat erhoben territoriale Ansprüche, die zeitweise in blutige Kämpfe mündeten. Unter alliierter Besatzung (Frankreich, Großbritannien, Italien) fand ein Plebiszit am 20. März 1921 statt über die Zugehörigkeit der östlichen Kreise Oberschlesiens zum Deutschen Reich bzw. Polen.(vgl. Stanislaw Komar, Das Genfer Oberschlesien-Abkommen zwischen Polen und Deutschland 1922 - 1937, Kattowitz 1937) Am 20. Juli 1922 übernahm das Deutsche Reich die Verwaltung der deutsch gebliebenen Teile des oberschlesischen Industriereviers mit den Großstädten Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg (vgl. Zabrzer - Hindenburger Kreisblatt, Nr. 26 vom 20. Juli 1922); weitere Literatur: Günther Doose, Die separatistische Bewegung in Oberschlesien nach dem Ersten Weltkrieg (1918 - 1922), Wiesbaden, 1987;

3 Unter dem Titel "Roter Alarm" erschienen kurzzeitig auch im Jahr 1930 in Köln eine kommunistische Straßenzeitung und im Jahr 1931 in Berlin eine Häuserblockzeitung;

4 Unklar ist, ob das Dokument von einer Gruppe innerhalb der Polizei bzw. außerhalb der Polizei, die den Eindruck erwecken will, sie sei innerhalb der Polizei, erarbeitet wurde. Das Polizeipräsidium Gleiwitz war zuständig für den zum Deutschen Reich gehörigen Teil des Oberschlesischen Industriebezirks;

5 Die Angabe "Jahrgang 2" lässt vermuten, dass bereits im Jahr 1932 eine Ausgabe dieser Flugschrift erschien;

6 Das "Archiwum Panstwowe w Opolu" verfügt über umfangreiches deutschsprachiges Schriftgut der Provinzial-, Regierungsbezirks- und Kreisbehörden aus der Zeit der Zugehörigkeit Oberschlesiens zum Preußischen Staat;

7 Die Stadt Oppeln war in den Jahren 1922 bis 1939 Hauptstadt der Provinz Oberschlesien, welche nur aus dem Regierungsbezirk Oppeln bestand. Der Status Provinz wurde dem ehemaligen gleichnamigen Regierungsbezirk der Provinz Schlesien zuerkannt, nachdem sich die Mehrheit der Bevölkerung 1921 in einem Referendum für den Verbleib im Staat Preußen entschieden hatte;

8 Hans Lukaschek, Zentrumspolitiker, Oberpräsident der Provinz Oberschlesien 1929 - 14. Juni 1933, nach Hans-Ludwig Abmeier, Die Rolle von Hans Lukaschek im deutschen Widerstand, in Nationalsozialismus und Widerstand in Schlesien, Sigmaringen 1989, S. 159 ff,

9 Rundfunkrede Adolf Hitlers, in der er 2 "Vierjahrespläne" zur "Rettung des deutschen Bauern" und zur "Rettung des deutschen Arbeiters" verkündete in "Völkischer Beobachter" , vom 3.02.1933, 34. Ausgabe, 46. Jahrgang, Seite 2

10 in dem Dokument wird nicht der Reichstagsbrand am 28.02.1933 mit seinem nachfolgendem verstärktem Terror gegen alle antifaschistischen Kräfte genannt;

i Polizeipräsidium Gleiwitz / Oberschlesien, zuständig für den deutschen Teil des oberschlesischen Industriereviers (Stadtkreise Gleiwitz, Hindenburg, Beuthen, Landkreis Tost / Gleiwitz) heute Gliwice;

ii Steinkohlengrube in Hindenburg / Biskupitz(heute Zabrze / Biskupice);

iii Steinkohlenzeche in Hindenburg / OS - heute Zabrze;

iv siehe Anm. 11 der Einführung;

v In Dresden kam es am 26.Januar 1933 im Anschluß an eine antifaschistische Kundgebung zu Zusammenstößen mit SA-Leuten und Polizei - 9 Tote;

vi Biskupitz, seit 1925 Ortsteil von Hindenburg / Oberschlesien - heute Zabrze - Biskupice