Anmerkungen

1 Als brandaktuellen Forschungsüberblick vgl. John Deak: The Great War and the Forgotten Realm: The Habsburg Monarchy and the First World War. In: The Journal of Modern History 86 (2014), S. 336-380. Oswald Überegger: Vom militärischen Paradigma zur „Kulturgeschichte des Krieges“? Entwicklungslinien der österreichischen Weltkriegsgeschichtsschreibung im Spannungsfeld militärisch-politischer Instrumentalisierung und universitärer Verwissenschaftlichung. In: Oswald Überegger (Hrsg.): Zwischen Nation und Region: Weltkriegsforschung im interregionalen Vergleich. Ergebnisse und Perspektiven (Innsbruck 2004), S. 63-122. Für die Historiographie der Zwischenkriegszeit vgl. Ulfried Burz: Die Kriegsschuldfrage in Österreich (1918-1938). Zwischen Selbstverleugnung und Identitätssuche. In: Ulfried Burz/Michael Derndarsky/Werner Drobesch (Hrsg.): Brennpunkt Mitteleuropa. Festschrift für Helmut Rumpler zum 65. Geburtstag (Klagenfurt 2000), S. 97-115. Veraltet ist Rudolf Je?ábek: Die österreichische Weltkriegsforschung. In: Wolfgang Michalka (Hrsg.): Der Erste Weltkrieg. Wirkung – Wahrnehmung – Analyse (München-Zürich 1994), S. 953-971.

2 Exemplarisch verwiesen sei auf den 1906 in Wien geborenen Robert Kann, der 1938 in die USA emigrierte, wo er 1981 verstarb. Siehe vor allem Robert Kann: Kaiser Franz Joseph und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs (Wien 1971). Vgl. auch Samuel R. Williamson: Austria-Hungary and the Origins of the First World War (London-New York 1991). Graydon A. Tunstall, Jr.: Austria-Hungary. In: Richard F. Hamilton/Holger H. Herwig (Hrsg.): The Origins of World War I (Cambridge 2003), S. 112-149.

3 Vgl. Barbara Jelavich: What the Habsburg Government knew about the Black Hand. In: Austrian History Yearbook 22 (1991), S. 131-150.

4 Etwa Samuel R. Williamson, Jr.: Confrontation with Serbia: The Consequences of Vienna?s Failure to achieve Surprise in July 1914. In: Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 43 (1993), S. 168-177. Graydon A. Tunstall, Jr.: The Habsburg Command Conspiracy: The Austrian Falsification of Historiography on the Outbreak of World War I. In: Austrian History Yearbook 27 (1996), S. 181-198.

5 Vgl. etwa Arndt Weinrich: „Großer Krieg“, große Ursachen? Aktuelle Forschungen zu den Ursachen des Ersten Weltkriegs. In: Francia 40 (2013), S. 233-252. Dieser umfassende Forschungsüberblick erwähnt die „Wiederentdeckung“ Österreich-Ungarns als Akteur nur en passant (S. 235). Ähnlich Annika Mombauer: Julikrise und Kriegsschuld – Thesen und Stand der Forschung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 64, Nr. 16-17 (2014), S. 10-16. Selbst wenn man den knappen für diesen Beitrag zur Verfügung stehenden Raum in Rechnung stellt, so überrascht, dass Mombauer zu Österreich-Ungarns Rolle lediglich bemerkt, die Doppelmonarchie habe zuletzt vermehrt Kritiker gefunden (S. 13).

6 Manfried Rauchensteiner: Der Tod des Doppeladlers. Österreich-Ungarn und der Erste Weltkrieg (Graz-Wien-Köln 1993), S. 63-85. Manfried Rauchensteiner: Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie 1914-1918 (Wien-Köln-Weimar 2013), S. 85-129.

7 Vgl. hierzu Ulfried Burz: Austria and the Great War: Official Publications in the 1920s and 1930s. In: Keith Wilson (Hrsg.): Forging the Collective Memory: Governments and International Historians Through Two World Wars (Providence, NJ 1996), S. 178-191.

8 Hierzu und zum Folgenden Günther Kronenbitter: Keeping a Low Profile – Austrian Historiography and the Fischer Controversy. In: Journal of Contemporary History 48 (2013), S. 333-349.

9 Hugo Hantsch: Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann. 2 Bände (Graz-Wien-Köln 1963).

10 Fritz Fellner: Die „Mission Hoyos“. In: Wilhelm Alf (Hrsg.): Deutschlands Sonderung von Europa 1862-1945 (Frankfurt am Main 1984), S. 283-316. Fritz Fellner: Die „Mission Hoyos“. In: Fritz Fellner: Vom Dreibund zum Völkerbund. Studien zur Geschichte der internationalen Beziehungen 1882-1919 (Wien 1994), S. 112-141.

11 John Leslie: The Antecedents of Austria-Hungary?s War Aims. Policies and Policy-Makers in Vienna and Budapest before and during 1914. In: Elisabeth Springer/Leopold Kammerhofer (Hrsg.): Archiv und Forschung. Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv in seiner Bedeutung für die Geschichte Österreichs und Europas (Wien 1993), S. 307-394.

12 Fritz Fellner: Austria-Hungary. In: Keith Wilson (Hrsg.): Decisions for War 1914 (New York 1995), S. 9-25.

13 Stephan Verosta: Theorie und Realität von Bündnissen: Heinrich Lammasch, Karl Renner und der Zweibund (1897-1914) (Wien 1971).

14 Mit bezeichnendem Titel, wenn auch einem ganz anderen Thema gewidmet Alexander Will: Kein Griff nach der Weltmacht. Geheime Dienste und Propaganda im deutsch-österreichisch-türkischen Bündnis 1914-1918 (Wien-Köln-Weimar 2012).

15 Fellner, Austria-Hungary, S. 17. Ähnlich ebenda, S. 16.

16 Ebenda, S. 19.

17 Ebenda.

18 Ebenda, S. 21.

19 Ebenda.

20 Ebenda, S. 23.

21 Helmut Rumpler: Eine Chance für Mitteleuropa. Bürgerliche Emanzipation und Staatsverfall in der Habsburgermonarchie (Wien 1997).

22 Ebenda, S. 564.

23 Ebenda, S. 566 f.

24 Ebenda, S. 568 f.

25 Ebenda, S. 570.

26 Ebenda.

27 Ebenda, S. 571. Hiernach auch das Folgende.

28 Ebenda, S. 573. Neuere Forschungen betonen im Gegensatz zu älteren Darstellungen die doch nicht so geringe (Über-)Lebensfähigkeit der Monarchie, deren administratives und wirtschaftliches System besser als früher angenommen funktionierte; auch sei – bei aller Kritik im Einzelnen – die überwiegende Mehrheit der multiethnischen Bevölkerung dem Gesamtstaat loyal gegenübergestanden. Vgl. hierzu Deak, Great War.

29 Rumpler, Chance, S. 572.

30 Rauchensteiner, Weltkrieg.

31 Ebenda, S. 89.

32 Ebenda, S. 93.

33 Ebenda, S. 94 f.

34 Ebenda, S. 96.

35 Ebenda, S. 110.

36 Burz, Kriegsschuldfrage, S. 115.

37 Christopher Clark: Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog (München 2013), S. 15.

38 Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf. Mit einer Nachbetrachtung von Verena Moritz und Hannes Leidinger (Innsbruck-Wien-Bozen 2013). Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf: Architect of the Apocalypse (Boston-Leiden-Köln 2000). Inzwischen liegt auch eine deutschsprachige Ausgabe von Sondhaus? Studie vor.

39 Günther Kronenbitter: Krieg im Frieden. Die Führung der k. u. k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906-1914 (München 2003). Kronenbitters zahlreiche Aufsätze zur Kriegsbereitschaft der habsburgischen Führung werden in dieser Studie zusammengefasst und weiterentwickelt, weshalb sie hier nicht im Einzelnen zitiert werden.

40 Gerd Krumeich: Vorstellungen vom Krieg vor 1914 und der Beginn des „Großen Krieges“. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 64, Nr. 16-17 (2014), S. 3-8, hier S. 6.

41 Aufreger: Denkmal für einen Mörder. In: Kronen Zeitung, 1.6.2014, Beilage S. 36. Es handelt sich um die mit Abstand auflagenstärkste Tageszeitung Österreichs.