Am 28. August 2009 veranstalteten die Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung, die Gesellschaft für gute Nachbarschaft zu Polen und die Rosa-Luxemburg-Stiftung aus Anlaß des 70. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen ein Symposium. Dort hielt Prof. Dr. Siegfried Bünger folgenden Vortrag:

Prof. Dr. Siegfried Bünger

Großbritanniens Haltung zu Polen vor dem 2. Weltkrieg


Darstellungen zur Polenpolitik der Westmächte vor dem 2. Weltkrieg konzentrieren sich zumeist auf die Zeit nach dem Herbst 1938 oder auf die letzten fünf/sechs Monate vor Kriegsbeginn. Das ist der damaligen Situation insofern angemessen, als die davor liegenden Jahre außenpolitisch eine für Polen relativ ruhige Zeit waren und zudem die Aufmerksamkeit in Europa nach 1933/34 auf die deutsche Aufrüstung, auf Abessinien, das Rheinland, Spanien, Österreich und die Tschechoslowakei gerichtet war. Nun kann man aber die Haltung der verantwortlichen westlichen Politiker gegenüber Polen im letzten Vorkriegsjahr nicht voll verstehen, wenn man nicht die 30er Jahre insgesamt in die Betrachtung einbezieht und ein wenig auch die 20er Jahre. Das gilt insbesondere für Großbritannien.

Diese Haltung war Bestandteil der Politik des Appeasement, jener Politik der Beschwichtigung Hitlerdeutschlands, die von Großbritannien, der damals stärksten und einflussreichsten Macht in Europa, initiiert worden war und an der sich andere Länder mehr oder weniger orientierten, letztlich auch Frankreich. Die Appeasementpolitik ist ein kompliziertes und vielschichtiges Phänomen. Sie war Ergebnis einer Vielzahl von Ursachen und Motiven, und das erklärt auch die Interpretationsbreite und die Fülle von Sichtweisen und Theorien in der historischen Literatur. Einer der tragenden Faktoren dieser Politik waren die Bereitschaft und das Bestreben, Gegensätze zu den aggressiven Staaten auf Kosten anderer Länder zu bereinigen, einen Interessenausgleich mit ihnen zu Lasten Dritter herbeizuführen – auf unserem Kontinent betraf das hauptsächlich Ostmittel- und Südosteuropa. Die Anfänge dieser Einstellung waren bereits kurz nach dem 1. Weltkrieg erkennbar. Die britische Polenpolitik der 30er Jahre wurde schon in den 20er Jahren vorgeprägt.

Auf der Pariser Friedenskonferenz hatte Frankreich als Ausgleich für sein Nachgeben in der umstrittenen Frage der Rheingrenze ein militärisches Garantieversprechen erhalten. Briten und US-Amerikaner hatten sich verpflichtet, Frankreich unverzüglich zu helfen, falls Deutschland es noch einmal überfallen sollte. Da nun die USA den Versailler Vertrag und den Garantievertrag nicht ratifizierten und Großbritannien allein nicht zu einer formellen Garantie bereit war, war die Angelegenheit hinfällig geworden. So begannen die Pariser Regierungen mit dem Aufbau eines eigenen Sicherheitssystems. Sie schlossen 1920 und 1921 Bündnisse mit Belgien und Polen und verbanden sich danach indirekt mit der Kleinen Entente, die 1920/21 entstanden war und die Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien umfasste. Dabei war der Vertrag mit Polen wegen der Größe und der geografischen Lage des Landes am wichtigsten; Polen war das Kernstück des cordon sanitaire, mit dem Deutschland und auch Sowjetrussland in Schach behalten werden sollten.

Zugleich versuchte Frankreich in den frühen 20er Jahren, das von den Briten formell nicht zurückgezogene Garantieversprechen doch noch zu materialisieren und dabei auch seine Interessen im Osten berücksichtigt zu bekommen. Doch letzteres wollte London ganz und gar nicht. Bei den Verhandlungen, die die Regierungschefs beider Länder im Dezember 1921 in der britischen Hauptstadt führten, sagte David Lloyd George seinem Gast, Aristide Briand, hinsichtlich der deutschen Westgrenzen sei eine Garantie möglich, an den östlichen Grenzen Deutschlands sei man aber nicht sehr interessiert. Großbritannien sei nicht bereit, sich in Streitigkeiten verwickeln zu lassen, die wegen Polen oder Danzig oder Oberschlesien entstehen könnten. „Im Gegenteil, es gebe eine allgemeine Abneigung, in diese Fragen in irgendeiner Weise hineingezogen zu werden.“ Er, Lloyd George, glaube daher nicht, dass Großbritannien „geneigt sei, irgendwelche Garantien zu geben, die es unter irgendwelchen Umständen in militärische Operationen in diesem Teil der Welt verwickeln könnten. Andererseits …würde die öffentliche Meinung durchaus bereit sein, eine Garantie gegen einen deutschen Angriff auf französischen Boden zu geben.“1 Großbritannien war, wie diese Äußerungen zeigen, nicht bereit, alle Festlegungen der Pariser Friedenskonferenz voll mitzutragen oder gar zu verteidigen.

Die Regierung Poincaré, die der von Briand folgte, stellte die Allianzbemühungen dann zurück, zumal London eine Militärkonvention und auch Generalstabsgespräche ablehnte. Sie sagte den Briten, Deutschland könne England oder Frankreich vorerst zwar nicht direkt angreifen, es gebe aber wenig Zweifel daran, dass Deutschland in Polen oder in die Tschechoslowakei einfallen würde, wenn es glaube, das ungestraft tun zu können.2 London bewegte sich nicht. Man sah dort durchaus, dass Großbritannien im Kriegsfall auf Frankreich angewiesen war, wollte aber keine oder doch möglichst wenig Verpflichtungen in Europa und erst recht keine in Ostmitteleuropa.

Das trat auch bei den Locarno-Verträgen zutage, dem wichtigsten Vertragswerk der Zwischenkriegsjahre in Europa. In ihnen wurden die deutsch-französische und die deutsch-belgische Grenze als unverletzlich anerkannt und garantiert, nicht aber die deutsch-polnische und die deutsch-tschechoslowakische, die somit zu Grenzen zweiter Klasse wurden, wie man sie schon damals bezeichnete. Das alles ist bekannt. Ich möchte hier nur den britischen Historiker F. S. Northedge zitieren, einen der besten Kenner der internationalen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit, der in seinem exzellenten Buch über die Geschichte des Völkerbunds schreibt: Locarno war „eine strikt begrenzte Verpflichtung: nur wenige schienen zur Kenntnis zu nehmen, dass Britannien mit der Schaffung der Rheingarantie und der Verweigerung ähnlicher Garantien für Deutschlands Ostgrenzen der Welt und den deutschen Nationalisten ankündigte, dass die Regelungen von 1919 für Osteuropa keine feste Verpflichtung mehr darstellten, soweit es Britannien betraf, wenn sie es überhaupt jemals gewesen waren. …Und die Vereinbarungen von Locarno gaben dadurch, dass sie Britannien vom Status quo in Osteuropa dissoziierten, Deutschland in der klarsten Weise zu verstehen, dass es, wenn es einmal Druck gegen seine 1919 festgelegten Ostgrenzen ausüben sollte, durchaus eine Chance habe, sie zu verändern.“3

In Frankreich gab es unterschiedliche Reaktionen auf Locarno. Einerseits Beteuerungen der Zufriedenheit und Herunterspielen der bestehenden Verpflichtungen gegenüber den östlichen Alliierten, andererseits verbreitetes Unbehagen und viel Kritik. Auf einer Sitzung des Außenpolitischen Ausschusses der Deputiertenkammer sagte dessen Vorsitzender, Frankreich habe in Locarno unter englischem Druck verhandelt. Das Nervensystem der Welt liege nicht am Rhein, sondern in Polen. Es sei kein Versuch unternommen worden, die Gefahr zu beheben.4

Von einem möglichen Konflikt in und um Polen war auch in London die Rede. Das Foreign Office erarbeitete ein ungewöhnlich langes Grundsatzmemorandum, das im April 1926 fertig gestellt war und die Lage in der Zeit nach Locarno zum Gegenstand hatte. Die Denkschrift wurde in den folgenden Jahren mehrfach bestätigt. In ihr wandte sich Großbritannien gegen jede Hilfe für ein von Deutschland überfallenes Polen. Unter Hinweis auf die deutschen Ziele hieß es unmissverständlich: Was immer die Zukunft bringe, „es sei daran erinnert, dass dieses Land Großbritannien in der Vergangenheit niemals zu den Waffen gegriffen hat, um sich der Zerstückelung Polens zu widersetzen.“5

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Als sich in den frühen 30er Jahren nach einer Zeit relativer Ruhe die internationalen Beziehungen wieder verschärften, erfuhr auch Polen wieder viel Aufmerksamkeit. Im Spätherbst 1931 bezeichnete ein Papier des Foreign Office die deutschen Ostgrenzen als „hauptsächlichen Gefahrenpunkt Europas“6, und im folgenden Jahr gab es im Regierungsapparat Warnungen vor von Deutschland ausgehenden Gefahren. Solche Warnungen häuften sich, als ab Frühjahr 1933 die bis dahin mehr oder weniger verfolgte Linie des Entgegenkommens in die Beschwichtigungspolitik hinüberwuchs, mit der Großbritannien dem Expansions- und Aggressionsdrang Nazideutschlands beizukommen suchte.

Es ist bemerkenswert, dass diese Politik bereits im April 1933 in der ersten Unterhaussitzung, die sich mit dem NS-Regime befasste, scharf kritisiert wurde. Austen Chamberlain, weithin als Architekt der Locarno-Verträge betrachtet, sagte in der Debatte: „Wir können es uns nicht leisten, diesem Deutschland Zugeständnisse zu machen.“ Und Clement Attlee, ab 1935 Führer der Labour Party, äußerte: „Unter den kleineren Nationen gibt es den Verdacht, dass wenn vier, fünf oder sechs Großmächte zusammenkommen, um zu versuchen, ihre Schwierigkeiten beizulegen, diese Schwierigkeiten auf Kosten der kleineren Nationen beigelegt werden.“ Das Unterhaus müsse klar sagen, dass Großbritannien nicht einen Augenblick daran denke, Hitler zu gewähren, was Stresemann versagt worden sei. „Eine Revision der territorialen Regelungen von 1919 zugunsten Deutschlands wäre ein ironisches Pendant zur Vergewaltigung Chinas durch Japan“.7

Wie berechtigt diese Worte waren, trat in den Bemühungen um den sog. Viererpakt zutage, dem Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien angehören sollten und der eine Art europäisches Direktorium zur Revision der Friedensverträge zu Lasten Ost- und Südosteuropas vorsah. Dieses von Italien angeregte und insbesondere von Großbritannien unterstützte Projekt scheiterte am Widerstand Polens sowie den Bedenken in Frankreich und anderen Ländern. Doch die Bemühungen Londons um eine „Rektifizierung der östlichen Grenzen“ gingen weiter. So warnte dann auch Heeresminister Hailsham seine Kabinettskollegen im September 1933 davor, Deutschland weiter zu ermuntern; es werde sich „zuerst mit dem Korridor befassen als Vorspiel zu anderen Teilen der Ostgrenzen und dann Elsass-Lothringen und den Kolonien“.8 Im Oktober schrieben die Stabschefs der Teilstreitkräfte in ihrem Jahresbericht für 1932/33 über die Verteidigungspolitik, nicht im Westen, sondern in Osteuropa lägen die Gefahren, und Deutschland werde, wenn es sich stark genug fühle, „seine Ziele in einem Offensivkrieg im Osten erreichen“.9

Der Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz und dem Völkerbund brachte keine Änderungen an der politischen Linie Londons. Der deutsch-polnische Nichtangriffsvertrag vom Januar 1934 verstärkte bei so manchen Politikern die Auffassung, die Berliner Regierung könne für gemeinsame Regelungen gewonnen werden, mit Hitler lasse sich vernünftig verhandeln. Die Grundhaltung zu Deutschlands östlichem Nachbarn brachte im Mai 1934 recht deutlich Stanley Baldwin, der konservative Parteiführer und starke Mann in der Regierung, zum Ausdruck. Er sagte vor dem Abrüstungsausschuss des Kabinetts, Großbritannien müsse es vermeiden, wegen irgendeines Vorkommnisses in Osteuropa – konkret nannte er einen deutschen Luftangriff auf Polen – in einen Krieg gezogen zu werden. „In einen Krieg für etwas gezogen zu werden, was in Westeuropa geschehe, sei eine gänzlich andere Angelegenheit“, meinte er zugleich.10 Im Januar 1935 gelangte das Kabinett zu der Auffassung, dass eine deutsche Besetzung der entmilitarisierten Rheinlandzone, die in Frankreich als wichtiger Schutzschild für die Verteidigung des Landes und auch im Hinblick auf die Ostverbündeten galt, „kein vitales britisches Interesse“ berühre.11

Anders als in Großbritannien gewannen in Frankreich nach dem Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz und dem Völkerbund die politischen Kräfte an Boden, die den von der Militarisierung des östlichen Nachbarn ausgehenden Bedrohungen durch eine feste Haltung zu begegnen suchten. Das kam sichtbar zum Ausdruck in der Politik Louis Barthous (ab Februar 1934 Außenminister), der zum Hauptverfechter eines Ostpakts wurde, mit dem ein regionales Sicherheitssystem geschaffen werden sollte. Barthou war wie die UdSSR daran interessiert, auch im Osten stabile Grenzen und die Sicherheit zu erreichen, die Westeuropa in den Locarno-Verträgen zugestanden war – deshalb sprach man auch oft von „Ostlocarno“. Das Projekt scheiterte an einer Vielzahl von Gegensätzen, auch wegen der Haltung Polens, das begonnen hatte, sich Deutschland anzunähern, Allianzen mit der UdSSR ablehnte und seine Abhängigkeit von Frankreich zu lockern anfing. Ein Überbleibsel war der französisch-sowjetische Pakt, dessen Wirksamwerden an eine Entschließung des Völkerbundes gebunden war und dessen Ratifizierung bis zum Februar 1936 hinausgezögert wurde. Das entsprach der zunehmend antikommunistischen Stimmung im Bürgertum, das mit Unbehagen auf die anwachsende Volksfrontbewegung blickte. Ganz auf den Pakt verzichten wollte Paris aber auch nicht, denn er konnte als Druckmittel gegen Deutschland benutzt werden – so jedenfalls kalkulierte man in der französischen Hauptstadt.

Als wenige Wochen nach der Ratifizierung des Paktes deutsche Truppen das Rheinland besetzten (kurz vor den Parlamentswahlen, die zur Volksfrontregierung führten), entschieden sich die Politiker und Militärs für ein Hinnehmen der Aktion, wobei die schwächliche Haltung Londons eine bequeme Ausrede für das eigene Nichtstun war12. Das war der Anfang vom Ende des französischen Bündnissystems, zumal Belgien bereits einen Tag vor dem Einmarsch das Militärabkommen mit Frankreich vom Jahre 1920 gekündigt hatte. Es wurde deutlich, dass Frankreich nur bei einem Angriff auf das eigene Staatsgebiet zu den Waffen greifen würde. Das Hinnehmen der Annexion Österreichs und die Verweigerung militärischer Hilfe für die bedrohte Tschechoslowakei bestätigten das nur.

In Großbritannien kam es 1936 und 1937 zu einer Forcierung der Appeasementpolitik, insbesondere ab Mitte 1937, als Neville Chamberlain das Amt des Premierministers übernahm. Innerhalb und außerhalb der Regierung wuchsen Zahl und Einfluss derjenigen, die für zweiseitige Vereinbarungen mit Deutschland (also ohne Frankreich) eintraten, die an Osteuropa desinteressiert waren und von Frankreich noch mehr abrücken wollten, zumal es dort jetzt eine Volksfrontregierung gab. Die Stabschefs der Streitkräfte hielten eine „Rektifizierung der Ostgrenzen Deutschlands“ für wichtig, wenngleich sie einräumen mussten, dass es nicht ungefährlich sei, den Deutschen in „Mittel- und Osteuropa freie Hand“ zu geben.13 Harold Nicolson, eine Zeitlang stellvertretender Vorsitzender des Außenpolitischen Unterhausausschusses der Regierungsparteien, notierte im Juli 1936 in seinem Tagebuch, die Mehrheit der Tory-Partei wünsche „eine feste Vereinbarung mit Deutschland und vielleicht Italien, mit der wir Frieden auf Kosten der kleineren Staaten erkaufen könnten“.14 Außenminister Anthony Eden und sein Staatssekretär Robert Vansittart warnten; auch Lord Halifax, der Eden zeitweilig vertrat, befürchtete (im Juli 1936), dass eine im Osten entfachte Flamme „sich nach dem Westen ausbreiten könnte“.15 Doch Finanzminister Chamberlain (der designierte Premier) wandte sich im Winter 1936/37 scharf gegen „kontinentale Abenteuer“ und sprach von „Streitigkeiten, die uns nichts angehen“. Admiral Chatfield, zu dieser Zeit die dominierende Gestalt unter den Militärs, meinte, dass ein Krieg Deutschlands gegen Frankreichs osteuropäische Verbündete für Großbritannien sogar von Nutzen sein könne, da Deutschland sich dabei erschöpfen oder saturiert werden würde.16 Zugleich erhöhte London den Druck auf Frankreich. Die Pariser Politiker neigten nach 1937 zwar mehrheitlich dazu, sich den Briten unterzuordnen, doch viele von ihnen sahen die von Deutschland ausgehenden Gefahren recht klar, weshalb sie auch eine Schwächung ihrer Ostverbündeten mit Sorge erfüllte. So gab es in der britischen Hauptstadt viel Unsicherheit über Frankreichs Haltung und weiterhin Besorgnisse über mögliche Verwicklungen in Ostmitteleuropa. Man war sich nämlich darüber im Klaren, dass, wie Chamberlain im März 1938 intern klagend äußerte, „wir es uns in der Tat nicht leisten könnten, Frankreich zerstören zu lassen, und ihm deshalb immer zur Hilfe kommen müssten, wenn es durch Deutschland angegriffen werde“.17

Das alles schlug sich 1937 und 1938 in wichtigen Entscheidungen in der Außenpolitik und in der Militärpolitik nieder.

Im November 1937 fand das viel beschriebene Halifax-Hitler-Gespräch statt, bei dem der Brite zu verstehen gab, dass London bereit sei, eine deutsche Expansion nach Osten und Südosten „auf Grund einer vernünftigen Regelung“ hinzunehmen. Halifax sprach von „Änderungen der europäischen Ordnung …, die wahrscheinlich früher oder später eintreten würden“, und sagte gleich anschließend: „Zu diesen Fragen gehöre Danzig und Österreich und die Tschechoslowakei.“ Er verband diese Bemerkungen mit dem Wunsch, Deutschland möge keine militärische Gewalt anwenden; Großbritannien sei daran interessiert, „dass diese Änderungen im Wege friedlicher Evolution zustande gebracht und dass Methoden vermieden würden, die weitergehende Störungen … verursachen könnten.“18 London befürchtete, Gewaltanwendung würde zu einem Konflikt führen, in den nicht nur Frankreich einbezogen werden könnte, sondern auch Großbritannien, direkt oder indirekt; auch war man besorgt, Deutschland könnte zu eigenmächtig und unkontrolliert vorgehen und zu stark und dadurch gefährlicher auch für Westeuropa werden.

Im Winter 1937/38 wurden „kontinentale Verpflichtungen“ praktisch aufgegeben. Im Jahre 1934 hatte ein von der britischen Regierung eingesetzter hochrangiger Ausschuss für Verteidigungserfordernisse Deutschland als den „eigentlichen potentiellen Feind, gegen den all unsere ‘langfristige’ Verteidigungspolitik gerichtet werden muss“, bezeichnet.19 Im Dezember 1937 stellte der Minister für die Koordinierung der Verteidigung, Thomas Inskip, eine Rangliste auf, in der die Verteidigung des Territoriums von Bündnispartnern an vierter und letzter Stelle stand; eine Hilfe für Verbündete kam für ihn erst in Frage, „nachdem die anderen Ziele erreicht sind“.20 Für Heeresminister Hore-Belisha gab es „keinen Zweifel“, dass es richtig sei, kontinentale Verpflichtungen an die letzte Stelle zu setzen“.21 Im Februar 1938 entschied das Kabinett, lediglich zwei Infanterie- und eine mobile Division(en) bereitzustellen, und dies nur, „wenn die Situation in der übrigen Welt das erlaubt“.22 Von Paris seit der Rheinlandbesetzung geforderte militärische Absprachen wurden weiterhin abgelehnt. Und auf der britisch-französischen Gipfelkonferenz im April 1938 bekamen die Gäste zu hören, dass für den Fall, dass Großbritannien doch einmal gezwungen sein könnte, Frankreich militärisch zu Seite zu stehen, lediglich zwei Divisionen zur Verfügung stünden. Diese seien zudem nicht auf dem modernsten Stand und könnten erst zwei Wochen nach der Entscheidung, sie zu entsenden, in Frankreich landen. Ob sie überhaupt jemals bereitgestellt würden, sei nicht sicher; eine bindende Verpflichtung lehne Großbritannien nach wie vor ab.23

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Bevor ich auf das Jahr 1939 eingehe, möchte ich drei Zwischenbemerkungen zur Appeasementpolitik machen, die zum Verständnis des Vorgetragenen und des noch Darzustellenden beitragen können.

Erstens. In der Literatur stößt man oft auf Bemerkungen wie, die Appeaser hätten Frieden um fast jeden Preis gewollt, die Schrecken des ersten Weltkriegs seien ihnen stets gegenwärtig gewesen. Nun muss man aber sehen, dass Großbritannien damals eine saturierte Macht mit dem weltweit größten Imperium war, sich aggressive Staaten durch Zugeständnisse vom Hals halten wollte und von einem erneuten Weltbrand nur verlieren konnte. Löst man den Wunsch nach Frieden von diesen spezifischen Interessenlagen ab, dann müsste oder könnte man sagen, die Gegner des Appeasement wie Winston Churchill seien weniger oder nicht friedfertig gewesen, was ihnen ja auch oft vorgeworfen wurde. Zudem waren die Appeaser nur auf sich selbst bedacht. Ihr Friedenswille erstreckt sich nicht auf Chinesen, Abessinier, Tschechoslowaken, Polen und Russen. Sie gingen mehrheitlich von der Teilbarkeit des Friedens aus, und diejenigen, die dessen Unteilbarkeit betonten – wie Eden oder Marineminister Duff Cooper -, wurden unwirksam gemacht, aus der Regierung verdrängt oder traten zurück.

Zweitens. In der Literatur wurden und werden oft – Argumenten von Appeasern folgend – eine rüstungsmäßige und militärische Schwäche Großbritanniens und der sich daraus ergebende Wunsch nach Zeitgewinn als wichtige oder gar wichtigste Ursache der Münchener Politik bezeichnet. Hierzu nur dies: Abgesehen davon, dass Chamberlain meinte, sein Vorgehen mache große Rüstungsanstrengungen nicht erforderlich24, hätten Befürchtungen über solche Schwächen nun eigentlich dazu führen müssen, sich um Verbündete zu bemühen. Das Gegenteil war der Fall. Nicht nur Frankreich, auch die USA wurden auf Distanz gehalten, von der UdSSR ganz zu schweigen. Und: Als nach dem Münchener Abkommen auch unter den Tories Zweifel, Unbehagen und Kritik rasch zunahmen, klagte der Premier, eine Menge Leute schienen „den Kopf zu verlieren und zu reden und zu denken, als wenn München einen Krieg mehr anstatt weniger imminent gemacht hätte“.25 Am 9. November sprach er in einer öffentlichen Rede davon, dass Europa jetzt „ruhigeren Zeiten“ entgegengehe. Er wollte nicht verstehen, warum Militärs und konservative Opposition jetzt mehr Rüstung verlangten.26

Drittens. Chamberlain, der die Außenpolitik in ungewöhnlich starkem Maße bestimmte, war höchst selbstgefällig und arrogant. Er bildete sich ein, mit Hitler und Mussolini umgehen zu können. Wenn man die beiden Diktatoren „in der richtigen Stimmung“ erwische, gäben sie einem alles, was man wolle, schrieb er am 7. August 1937 an Halifax,27 und einen Tag danach sprach er von dem „wunderbaren Machtgefühl, das das Amt des Premierministers einem gibt. Als Finanzminister hätte ich kaum einen Kieselstein bewegen können: jetzt brauche ich nur einen Finger zu rühren, und das ganze Gesicht Europas ist verändert.“28 Als er gut ein Jahr später von seinem zweiten Treffen mit Hitler zurückkam, sagte er im Kabinett, Hitler „würde nicht mit Vorbedacht einen Mann täuschen, den er respektiere und mit dem er in Verhandlungen gestanden habe, und er sei sicher, dass Herr Hitler jetzt einigen Respekt für ihn empfinde.“ Der Kanzler habe ihm erklärt, er stelle keine weiteren territorialen Ansprüche und erstrebe nicht die Vorherrschaft in Europa. Er (Chamberlain) „glaube, dass Herr Hitler die Wahrheit sage“.29 Am 10. März 1939, fünf Tage vor dem deutschen Einmarsch in die Tschechoslowakei, meinte der Premier, jetzt ziehe in Europa „eine Periode der Ruhe“ ein; sein Innenminister, Samuel Hoare, sprach am gleichen Tag gar vom Herannahen eines „Goldenen Zeitalters“.30

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Nach dem März 1939 kam die britische Regierung nicht umhin, Veränderungen an ihrem politischen Kurs vorzunehmen. Die wichtigsten waren die Garantieerklärung für Polen, die Aufnahme von Kontakten zur UdSSR sowie militärpolitische Maßnahmen. Diese Schritte waren aber unzureichend und halbherzig, zumal es Chamberlain und seinen Anhängern primär darum ging, die Opposition im Lande zu besänftigen und die deutsche Führung unter Druck zu setzen. Sie bedeuteten keine Aufgabe der Appeasementpolitik, wie das damals weithin empfunden und später von nicht wenigen Historikern behauptet wurde.

Auch kam das aggressive Vorgehen Deutschlands keineswegs so überraschend, wie manchmal dargestellt.

In den Wochen und Monaten nach dem Münchener Abkommen hatten nämlich Briten wie Franzosen mit (neuen) deutschen Aggressionsakten gerechnet und waren von Ost- und Südosteuropa weiter abgerückt. Alexander Cadogan, Ständiger Staatssekretär im Foreign Office, schrieb im Oktober 1938 in einer Aufzeichnung, „lasst Deutschland, wenn es das kann, dort seinen ‘Lebensraum’ finden“;31 im November gab der Premierminister seiner Erwartung Ausdruck, Deutschland werde in der Ukraine separatistische Bewegungen schüren und dadurch in einen Krieg mit der UdSSR geraten.32 Im Dezember 1938 und mehr noch im Januar 1939 wuchsen dann aber die Befürchtungen und Ängste (wie auch Gerüchte), Deutschland könnte auch oder zuerst im Westen angreifen. Das führte dazu, dass das Kabinett im Februar Militärverhandlungen mit Frankreich zustimmte, wobei auch die Sorge mit wog, Frankreich könnte Großbritannien im Kriegsfall allein lassen. Die Verhandlungen begannen Ende März 1939.

Was die Garantiepolitik betrifft, so machte Chamberlain bereits am 20. März im Kabinett klar, dass er „keine Garantie der bestehenden Grenzen und der unbeschränkten Aufrechterhaltung des Status quo“ wünsche.33 Nach intensiven Diskussionen gab er elf Tage später im Unterhaus die bekannte Erklärung ab, in der es hieß, Großbritannien werde, falls Polens Unabhängigkeit bedroht sei und die polnische Regierung militärischen Widerstand leiste, „alle in ihrer Macht stehende Hilfe“ gewähren. Am 1. April betonte die Londoner Times, das „Schlüsselwort“ sei „nicht Integrität, sondern ‘Unabhängigkeit’“, die Erklärung beinhalte „kein blindes Akzeptieren des Status quo“. Und Chamberlain schrieb am 2. April an seine Schwester, nur die Times habe begriffen, dass es uns „nicht um die Grenzen von Staaten, sondern um Angriffe auf ihre Unabhängigkeit geht. Und wir sind es, die darüber entscheiden werden, ob diese Unabhängigkeit bedroht ist oder nicht.“34In diesen Tagen gab es im Unterhaus und in Zeitungen heftige Kritik an der Regierung. Ex-Premier Lloyd George sagte am 3. April: „Wenn es morgen Krieg gibt, könnten Sie nicht ein einziges Bataillon nach Polen schicken. …Ich kann nicht verstehen, warum wir uns nicht, bevor wir diese gewaltige Verpflichtung eingingen, zunächst der Mitwirkung Russlands versichert haben.“35 Erwägungen und Bemühungen solcherart gab es auch im Kabinett und bei den Militärs. Die Stabschefs der Teilstreitkräfte warnten vor vorschnellen Entscheidungen. Wie weit sie dabei in diesen Tagen eine Einbeziehung der UdSSR in eine östliche Front gegen Deutschland in Betracht zogen, lässt sich an Hand der vorliegenden Quellen und speziellen Untersuchungen nicht klar sagen, auch nicht für die folgenden sechs oder sieben Wochen. Ein von ihnen verfasstes und mehrfach umgeschriebenes Papier vom 28. März gelangte erst sechs Tage später auf den Kabinettstisch – wahrscheinlich wurde es so lange von Chamberlain zurückgehalten.36 Dem Premier und seinen Anhängern ging es ohnehin nicht um eine östliche Abwehrfront, sondern um politische Bekundungen, mit denen sie glaubten, Deutschland abschrecken und (wieder) an den Verhandlungstisch bringen zu können.

Frankreichs Bemühen war in diesen Wochen darauf gerichtet, sich der politischen Linie Londons anzupassen und dabei den Pakt von 1921 zu berücksichtigen. Das tat Paris mit Unbehagen und zögerlich, warf die veränderte Situation doch die Frage einer Annäherung an Moskau auf und den Gedanken an eine osteuropäische Front, den die Franzosen nach dem Münchener Abkommen praktisch fallengelassen hatten37. So unterzeichneten General Gamelin, Chef des Stabes für Nationale Verteidigung, und der polnische Kriegsminister im Mai nur ein Protokoll, das versprach, Frankreich werde „mit dem Gros seiner Streitkräfte eine Offensivaktion gegen Deutschland beginnen“, falls Deutschland Polen überfalle. Zudem wurde die politische Vereinbarung, von dem ein Inkrafttreten des Protokolls abhing, unter Hinweis auf die Haltung Londons und die Verhandlungen mit der UdSSR immer wieder hinausgezögert und erst am 4. September, also nach Kriegsbeginn, unterzeichnet.

Stabsgespräche zwischen Frankreich, Großbritannien und Polen gab es nicht, und bei den ausgedehnten britisch-französischen Militärverhandlungen war die konkrete Organisierung eines militärischen Beistands für Polen kein Thema. Die Grundhaltung, zu der die politische und militärische Führung Großbritanniens schließlich gelangten, formulierten Mitte Juli die Stabschefs der Streitkräfte in einem Memorandum. In diesem Papier vom 18. Juli hieß es: „…wir möchten betonen, dass das Schicksal Polens letztlich vom Ausgang des Krieges abhängen wird, und der wiederum wird von unserer Fähigkeit abhängen, die schließliche Niederlage Deutschlands herbeizuführen, und nicht von unserer Fähigkeit, Polen von Anfang an von Druck zu entlasten.“38 Diese strategische Linie blieb unverändert.

Unverändert blieb auch die Haltung zur UdSSR. Als im Mai immer mehr Politiker auf ein Bündnis mit Moskau drängten und die Stabschefs schließlich für Vereinbarungen mit der sowjetischen Führung eintraten – das taten die Militärs aus der Besorgnis heraus, die UdSSR könnte im Kriegsfall neutral bleiben und Deutschland sich dadurch zu weiteren Aggressionen ermuntert fühlen39 - , da entschloss sich das Kabinett zwar, direkt mit Moskau zu verhandeln. London entsandte aber lediglich einen Abteilungsleiter des Foreign Office; im September 1938 war der Premier dreimal zu Hitler geeilt. Und während Unterhaus, Zeitungen und öffentliche Meinung den Kurs der Regierung massiv kritisierten, klagte Chamberlain am 28. Mai in einem Brief an seine Schwester, es gebe „kein Anzeichen der Ablehnung des Bündnisses mit der UdSSR in der Presse“ und es sei „offensichtlich, dass eine Weigerung zu immensen Schwierigkeiten im Unterhaus führen würde, selbst wenn ich mein Kabinett überzeugen könnte“. So habe er mit Horace Wilson (seinem Vertrauten und wichtigsten Berater) einen Plan entwickelt, „der in der Substanz den Russen gibt, was sie wollen,“ aber „die Idee einer Allianz vermeidet und durch eine Erklärung unserer Absichten unter bestimmten Voraussetzungen ersetzt“.40 Im Juni sprachen sich bei einer repräsentativen Meinungsumfrage 84 Prozent der Befragten für ein Militärbündnis zwischen Großbritannien, Frankreich und Russland aus – im März hatten ebenfalls 84 Prozent für bessere Beziehungen zur UdSSR votiert.41

In diesen und in den folgenden Wochen bemühten sich Chamberlain und seine politischen Freunde weiterhin, die bestehenden Gegensätze zu Deutschland auszugleichen, auch durch Geheimverhandlungen, die sie aus Sorge, es könnte etwas publik werden, selbst vor Kabinettsmitgliedern zu verbergen suchten. In der zwielichtigen politischen Atmosphäre, die hieraus und aus den dargestellten anderen Umständen entstand, verbreitete sich in London und in Paris der Verdacht, es könnte ein neues München geben. In der zweiten Junihälfte telegrafierte der USA-Geschäftsträger in Frankreich nach Washington: „Ich habe den Eindruck, dass ein zweites München, diesmal auf Kosten Polens, im Entstehen ist.“42

Genau dieses wurde noch Anfang September versucht. Am 1. September sandte die britische Regierung eine Warnung nach Berlin mit der Forderung, jegliche aggressiven Handlungen gegen Polen einzustellen und die Streitkräfte zurückzuziehen. Für die Beantwortung war kein Termin genannt, und der britische Botschafter in Berlin wurde zu der Erklärung ermächtigt, dass die Mitteilung kein Ultimatum sei. Zugleich hofften die Appeaser um Chamberlain auf das Zustandekommen einer von Mussolini am 31. August vorgeschlagenen Konferenz, die eine „Regelung des deutsch-polnischen Konflikts“ nach Münchener Muster herbeiführen sollte. Als dann weder am 1. noch am 2. September eine Antwort aus Berlin kam, wurde der Druck der Opposition so stark, dass mehrere Kabinettsmitglieder unter Hinweis auf die öffentliche Meinung vor Untätigkeit warnten. In der Unterhaussitzung am 2. September sprach der Premierminister hauptsächlich über Mussolinis Konferenzvorschlag und erklärte, wenn Deutschland einem Rückzug zustimme, werde seine Regierung die Situation wie vor dem 1. September betrachten. Ihm schlug Empörung und Erbitterung entgegen. Am späten Abend teilten Chamberlain und Halifax ihren französischen Amtskollegen telefonisch mit, dass sie eine Kriegserklärung nicht länger hinauszögern könnten. Der Premier sagte, „die Lage hier sei sehr ernst. Es habe eine ärgerliche Szene im Unterhaus gegeben“, und Halifax meinte, „es scheine sehr zweifelhaft, ob die Regierung der Situation hier Herr bleiben würde“, man werde notfalls ohne die Franzosen handeln.43 Als in der Kabinettssitzung kurz vor Mitternacht einige Mitglieder erklärten, sie würden den Raum nicht verlassen, bevor ein Ultimatum abgesandt werde, lenkte Chamberlain widerwillig ein.

Nennenswerte Hilfe erhielt Polen nicht. Das britisch-polnische Beistandsabkommen vom 25. August blieb eine papierene Angelegenheit. Am 12. September erklärte General Gamelin als Oberbefehlshaber der französischen Landstreitkräfte in der ersten Sitzung des kurz nach Kriegsbeginn gebildeten interalliierten Obersten Kriegsrats, „er habe nicht die Absicht, seine Armee gegen die deutschen Hauptverteidigungslinien zu werfen“, auch nicht, falls Polen länger als erwartet aushalten sollte.44 Zwei Tage danach bestätigte das britische (Kriegs-) Kabinett die knapp zwei Monate zuvor von den Stabschefs formulierte Leitlinie mit den (nahezu identischen) Worten: „Das Schicksal Polens wird letztlich vom Ausgang des Krieges abhängen; d. h. von unserer Fähigkeit, Deutschland zu besiegen, und nicht von unserer Fähigkeit, Polen von Anfang an von Druck zu entlasten. Es wurde festgelegt, dass dies die vorrangige Überlegung ist, die den Kurs unseres Handels bestimmt.“45

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