1 Jan Freitag, Aus der Sicht der Opfer. In: Neues Deutschland, 18. August 2009, S. 11.

2 Schon vor mehr als drei Jahrzehnten lag in Frankreich eine umfassende kritische Studie über die Stimmung der Volksmassen bei Kriegsbeginn 1914 vor: Jean-Jacques Becker, 1914. Comment les Francais sont entrés dans la guerre. Contribution à l’étude de l’opinion publique printemps – été 1914, Paris 1977.

3 Beispielsweise: Hans Maier, Ideen von 1914 – Ideen von 1939? Zweierlei Kriegsanfänge, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 38 (1990), S. 525-542.

4 Kurt Tucholsky, Das Gesicht der Stadt. In: Ders., Ein Pyrenäenbuch. Auswahl 1920-1923. Berlin 1969: S. 312.

5 Kurt Tucholsky, Der Geist von 1914, In: Die Weltbühne, 07.08.1924, Nr. 32, S. 204..

6 Ebenda.

7 Michael Stöcken, Augusterlebnis 1914 in Darmstadt Legende und Wirklichkeit, Darmstadt 1994 (Die Monographie ist aus einer Magisterarbeit an der Rechnischen Hochschule Darmstadt hervorgegangen.-) Wolfgang Kruse: Krieg und nationale Integration. Eine Neuinterpretation des sozialdemokratischen Burgfriedensschlusses 1914/15; Klartext Verlag, Essen 1994 (Der Publikation liegt eine Dissertation an der Fernuniversität Hagen zugrunde.) Christian Geinitz, Kriegsfurcht und Kampfbereitschaft. Das Augusterlebnis in Freiburg. Eine Studie zum Kriegsbeginn 1914, Essen 1998 (=Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte, Bd,7). Der Prozess der Ernüchterung lässt sich verfolgen in: Bernd Ulrich/Benjamin Ziemann (Hrsg.): Frontalltag im Ersten Weltkrieg Wahn und Wirklichkeit. Quellen und Dokumente; Frankfurt am Main 1994. Auch zehn Jahre später setzte sich die Auseinandersetzung um das „Augusterlebnis“ fort. Jochen Bölsche: Der Kriegsausbruch. „Ein Hammerschlag…“, in: Spiegel spezial 1 (2004), 30. März 2004, S. 32. Indessen haben nicht nur Jahrestage die Beschäftigung mit dem Thema angeregt: Jeffrey Verhey, Der Geist von 1914 und die Erfindung der Volksgemeinschaft, Hamburg 2000. Ziemann, Benjamin: Front und Heimat, Essen 1997. S. auch: Wolfgang Pieroth, Eine Frage der Quellen. Das „Augusterlebnis“ 1914. In: Praxis Geschichte 3/2007.

8 Wolfgang Mühl-Benninghaus, Der deutsche Film im 1. Weltkrieg. Vom Augusterlebnis zur Ufa-Gründung, Berlin 2004.

9 Zit. nach: Ansprachen, Predigten und Trinksprüche Wilhelms II. Hg.. v. E. Johann, München 1966, S. 125 f. Ganz andere Stimmen aus den Augusttagen lässt zu Worte kommen: Jochen Bölsche, „Ein Hammerschlag auf Herz und Hirn“, in: Stephan Burgdorff / Klaus Wiegrefe, Der Erste Weltkrieg, 2. Auflage, 2004, S. 54ff.

10 Ebenda, Eintragung 26. u. 28. August 1939, S. 52 u. 53.

11 Victor Klemperer, Tagebücher 1933-10941, Eintrag vom 7. Juni 1939, S. 473.

12 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 387 (Morgenausgabe), 21. August 1939.

13 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 388 (Abendausgabe), 21. August 1939.

14 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 389 (Morgenausgabe), 22. August 1939.

15 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 390 (Abendausgabe), 22. August 1939.

16 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 396 (Abendausgabe), 25. August 1939.

17 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 392 (Abendausgabe), 23. August 1939

18 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 397 (Morgenausgabe), 26. August 1939.

19 William L. Shirer, Tagebuch, Eintragungen vom 24. und 29. August 1939, S. 177 u. 182.

20 William L. Shirer, Tagebuch, Eintragung 3. September 1939, S. 191.

21 Ebenda, Eintragung 3. September 1939, S. 192. Das schloss nicht aus, dass sich Wehrmachtssoldaten auf ihrem Weg an die Front ähnlich artikulierten, wie es ihre Väter 1914 getan hatten. So existieren Fotos von Fahrzeugen mit der Aufschrift, man werde nun die „Polen versohlen“. Doch bildeten derlei Soldatenbelustigungen offenbar Ausnahmen.

22 SOPADE-Berichte, 6. Jg. 1939, Nr. 8, S. 977

23 Angela Schwarz. Die Reise ins Dritte Reich. Britische Augenzeugen im nationalsozialistischen Deutschland (1933-1939). Göttingen 1993. S. 374-375 (=Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London. Bd. 31, Hg. Adolf M. Birke).

24 Kurt Pätzold, Der uns aufgezwungene Krieg. In: Ders./Manfred Weißbecker, Schlagwörter und Schlachtrufe. Aus zwei Jahrhunderten deutscher Geschichte, Bd. 1, S. 118-124. An dieser Formel wurde während aller Jahre festgehalten. Sie prangte in den Aufgängen er Häuser auch von der „Parole der Woche“ 1940, Nr. 16.

25 Rede von Joseph Goebbels am 17. April 190 im Berliner Sportpalast anlässlich der Rechenschaftslegung des 1. Kriegswinterhilfswerkes. Goebbels Reden, Bd. 2, 1939-1945. Hg. Von Helmut Heiber München 1972, S. 19.

26 Diese Differenzierung änderte sich in der Propaganda abrupt, als der Krieg im Mai und Juni 1940 in Frankreich geführt wurde. Dann hetzte eine im Juni herausgegebene „Parole der Woche“ gegen die „schwarzafrikanischen Soldaten“ und gegen das „verjudete und vernegerte Frankreich“ Parole der Woche, 1940, Nr. 24.

27 Victor Klemperer, Tagebuch 1933-1941, Eintragung 10. September 1939, S. 488.

28 Verhandlungen des Reichstags, 4. Wahlperiode. 3. Sitzung, 1. September 1939, Bd. 460, S. 47.

29 Verordnungsblatt des katholischen Feldbischofs der Wehrmacht, 1939, S. 5.

30 So im Aufmacher in: Nordwestdeutsche Zeitung, Nr. 204, 1. September 1939.

31 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. Nr. 411, (Morgenausgabe), 4. September 1939.

32 Hitler in seiner Proklamation nach den Kriegserklärungen Großbritanniens und Frankreichs. Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. Nr. 411 (Morgenausgabe), 4. September 1939, S. 2. S. auch den Tagesbefehl des Oberbefehlshabers des Heeres vom 6. September 1939. In: Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. 417 (Morgenausgabe), 7. September 1939, S.1.

33 RGBl., I, S. 1609, 4. September 1939.

34 RGBl., 1939, I, S. 1455.

35 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. Nr. 424, 11 September 1939, S. 2.

36 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. Nr. 433, 19 September 1939, S. 7.

37 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. Nr. 434, 20 September 1939, S. 1.

38 Howard K. Smith, The Last Train from Berlin, 1942. Die dt. Ausgabe: Howard Kingsburry. Smith, Feind schreibt mit. Ein amerikanischer Korrespondent erlebt Nazi-Deutschland. Über setzt von Nils Kadritzke, Berlin 1982. Hier zitiert in: Reisen ins Reich 1933-1945. Ausländische Autoren berichten aus Deutschland. Zusammengestellt und mit einer Einleitung von Oliver Lubrich, Frankfurt a. M. 2004 (= Die andere Bibliothek. Hg. von Hans Magnus Enzensberger), S. 324 – 325.

39 Karen Blixen, Halbmond und Hakenkreuz. In: Briefe aus einem Land im Kriege (1948). Hier zitiert in: Reisen ins Reich 1933-1945. Ausländische Autoren berichten aus Deutschland. Zusammengestellt und mit einer Einleitung von Oliver Lubrich, Frankfurt a. M. 2004 (= Die andere Bibliothek. Hg. von Hans Magnus Enzensberger), S. 257.

40 Goebbels Tagebuch, Eintrag vom 4. September 1939.

41 Mit Bezug auf die Kriegsrede Hermann Görings in einem Rüstungsbetrieb, die er am 9. September 19939 gehalten hatte.

42 Goebbels Tagebuch. Eintrag vom 21. September 1939.

43 SOPADE-Berichte, 6. Jg. 1939, Nr. 8, S. 980.

44 Rafael Seligmann, Die Deutschen und ihr Führer, München 2004, S. 220 – 224.

45 SOPADE-Berichte, 6. Jg. 1939, Nr. 8, S. 983.

46 Victor Klemperer, Tagebuch 1933 – 1941,, Eintrag vom 22. September 1939, S. 492.

47 William L. Shirer Tagebuch, S. 210.

48 William L. Shirer Tagebuch, S. 220

49 VB, 30. September 1939, zitiert auch in William L. Shirer, S. 217, Notiz vom gleichen Tage.

50 William L. Shirer, Tagebuch, S. 207.

51 Verhandlungen des Reichstags, 4. Sitzungsperiode, 4, Sitzung, 6, Oktober 1939, Bd. 460, S. 51ff.

52 Meldungen aus dem Reich, Nr. 1, 9. Oktober 1939, Bd. 2, S. 330/331.

53 Meldungen aus dem Reich, Bd.2, Nr. 2. 11. Oktober 1939, S. 339. Die Episode erzählt, offenkundig vom Hörensagen, auch Howard K. Smith, a. a. O., S. 265 – 266, allerdings das Gerücht verfälscht wiedergebend, denn Winston Churchill war zu diesem Zeitpunkt noch nicht britischer Premierminister.

54 Meldungen aus dem Reich, Bd.2, Nr. 3, 13, Oktober 1939, S. 347.

55 Meldungen aus dem Reich, Bd.2, Nr. 3,S. 356.

56 Hitler sagte in seiner Rede im Bürgerbräu in München: „Man sagt mir, England habe sich auf einen dreijährigen Krieg vorbereitet. Ich habe am Tage der britischen Kriegserklärung dem Feldmarschall Göring den Befehl gegeben, sofort die gesamten Vorbereitungen auf die Dauer von fünf Jahren zunächst zu treffen, nicht weil ich glaube, dass dieser Krieg fünf Jahre dauert, aber weil wir auch in fünf Jahren niemals kapitulieren würden, und zwar um keinen Preis der Welt.“

57 Stuttgarter Neues Tageblatt, 96. Jg. Nr. 411, 17. September 1939, S. 4.

58 Von ihrer Existenz hatte Kurt Tucholsky schon zu Zeiten des Saar-Abstimmungskampfes Ende 1934 notiert: „Es stimmen sicherlich viele junge Menschen für Deutschland, weil sie sich auf den blutigen Karneval freuen, der dann losgeht und wie ein Krieg das graua Alltagsleben unterbricht.“ Die Q-Tagebücher 1934-1935. Hg. von Mary Gerold-Tucholsky und Gustav Huonker, Hamburg 1978, S. 66.